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Kategorie: Arbeitsproben von Onlinetexte.com

Wohnpartnerschaft – Symbiose der Generationen

Die Wohnpartnerschaft, auch als „Wohnen für Hilfe“ bekannt, ist ein freiwilliger und absichtsvoller Vertrag zwischen denen, die etwas haben, und denen, die etwas brauchen. Konkret wird in der Wohnpartnerschaft die Möglichkeit angeboten, den Mietzins statt in barer Münze in freundlicher alltäglicher Unterstützung zu entrichten. Das bedeutet für aufgeschlossene Senioren die Möglichkeit, die Lebensqualität zu steigern und gleichzeitig den Anschluss an die Zukunft nicht zu verpassen. Und für hilfsbereite und freundliche junge Leute ist die Wohnpartnerschaft eine tolle Chance, den eigenen Geldbeutel mit sozialer und gesellschaftlich gelebter Verantwortlichkeit nachhaltig zu entlasten.

Der Grundgedanke der Wohnpartnerschaft

Viele Menschen im Herbst der Jahre leben heutzutage viel zu allein in viel zu großen Wohnungen. Vielleicht, weil der Tod einen Lebenspartner mit sich genommen hat. Vielleicht, weil die Kinder längst aus dem Haus sind. Oder weil ein langes und erfülltes Berufsleben niemals Raum für ein Familie gelassen hat. Die Gründe dafür, warum allein stehende Männer und Frauen in nun überdimensioniert erscheinenden Lebensräumen wohnen, sind vielfältig. Dabei gibt es allerdings in der Regel zwischen all diesen Lebensbildern die folgenden Gemeinsamkeiten:

  • Obwohl Wohnung oder Haus inzwischen viel zu groß geworden sind, möchte man die lieb gewonnene Immobilie mit all ihren kostbaren Erinnerungen dennoch nicht gegen etwas Neues Kleineres eintauschen. Überdies ist die finanzielle Situation für den gesicherten Unterhalt von Haus oder Wohnung kein Thema.
  • Dabei fallen jedoch die angemessene Pflege und Instandhaltung rein kräftemäßig immer schwerer. Insbesondere auch dann, wenn zu bewirtschaftende größere Gartenflächen mit zum Anwesen gehören.
  • Kleine Alltagshilfen, die man früher im Vollbesitz jugendlicher Körperkräfte nicht brauchte, werden für ein selbstbestimmtes Leben immer wichtiger.
  • Die menschliche Einsamkeit ist letzten Endes bedrückend.

An dieser Stelle erhebt sich die Frage, wie der in seiner zu groß und zu fordernd gewordenen Umgebung wohnende Senior das Problem freundlich lösen könnte. Jetzt kommen die jungen Leute für die Wohnpartnerschaft ist Spiel. Denn viele Menschen suchen zu Beginn ihres erwachsenen Lebens

  • angenehmen Wohnraum, den sie sich auch mit kleinstem Budget leisten können,
  • die Möglichkeit, etwas wirklich Sinnvolles in der und für die Gesellschaft zu leisten sowie
  • einen fürsorglichen „Ersatz“ für die eigenen Großeltern.

Nun kommen alle Komponenten einer erfolgreichen Wohnpartnerschaft zusammen. Der ältere Mensch bietet dem jüngeren Menschen mietfreies und gemütliches Wohnen bei sich zu Hause an und bekommt dafür im Gegenzug wertvolle Unterstützung im Alltag sowie die belebende und mental fit haltende Gesellschaft einer im prallen Leben stehenden Jugend. Besser kann eine Win-Win-Situation der Generationen nicht aussehen.

Die Voraussetzungen einer Wohnpartnerschaft

Selbstverständlich ist es nicht im Sinne einer Wohnpartnerschaft, Alt und Jung wahllos zusammenzuspannen. Denn wenn die Chemie nicht stimmt, oder die jeweiligen Bedarfsprofile der Vertragspartner nicht zusammenpassen, dann kann die Wohnpartnerschaft niemals funktionieren. Darum sollten alle, die sich für dieses Modell des Generationenvertrags ernsthaft interessieren, vorab die folgenden Punkte durchgehen:

Für die Wohn-Anbieter:

  1. Habe ich wirklich in meiner Wohnsituation den Platz übrig, den ein junger Mensch zum Wohnen brauchen würde?
  2. Kann ich es mir locker leisten, auch langfristig auf Mieteinnahmen zu verzichten?
  3. Will ich überhaupt mit einem jungen Menschen zusammenleben?
  4. Bin ich aufgeschlossen genug, um von jungen Menschen zu lernen und um sie gleichzeitig von mir lernen zu lassen?
  5. Kann und will mein junger Wohnpartner genau das für mich leisten, was ich als Gegenleistung für das mietfreie Wohnen verlangen muss? Gartenarbeit, Alltagsunterstützung, Internetnachhilfe, hier und da mal ein gemeinsames Kaffeetrinken, was auch immer?
  6. Bin ich bereit für den neuen Jubel und Trubel, den eine Wohnpartnerschaft mit sich bringen könnte?

Für die Wohnungssuchenden:

  • Will und kann ich mit einem grundsätzlich fremden älteren Menschen auf vergleichsweise engem Raum zusammenleben?
  • Ist eine Wohnpartnerschaft für mich tatsächlich eine wesentlich günstigere Alternative zur eigenen Bleibe?
  • Möchte ich von einem älteren Menschen Rat annehmen, während ich ihm gleichzeitig dies und das aus der aktuellen Gegenwart erklären soll?
  • Bin ich bereit dazu, Gartenarbeit zu verrichten, mal die Enkel zu bespaßen, das Haustier zu hüten, Einkäufe und Botengänge zu erledigen oder einen Teil meiner Freizeit mit meinem Vermieter zu verbringen?

Wenn all das optimal zusammenpasst, und wenn sich die Vertragspartner auch rein menschlich auf Anhieb prima verstehen, dann steht einer coolen WG 4.0 nichts mehr im Weg. Übrigens: In vielen Städten gibt es bereits öffentliche Beratungsstellen und Vermittlungsmöglichkeiten für das Modell der Wohnpartnerschaft. So finden Alt und Jung ganz sicher zusammen.

-Carina Collany-

 

Daniel Deppe / ONLINETEXTE.com

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Inhaber: Daniel Deppe
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Düstere Serienhelden und ihr Erfolgsgeheimnis

Düstere Serienhelden

Düstere Serienhelden

Gebrochene Gestalten üben als düstere Serienhelden eine weitaus größere Anziehungskraft auf uns aus, als glatte Helden ohne Ecken und Kanten dies vermögen. Dieses Phänomen ist sowohl praktischen Psychologen als auch cleveren Film- oder Fernsehproduzenten bestens bekannt. Und so sind in den letzten Jahren zunehmend jene Serien zu einträglichen Publikumsmagneten geworden, deren Hauptfiguren als düstere Serienhelden mit dem Leben nicht so wirklich reibungslos zurechtkommen. Für diese Tatsache sollen hier zwei eindrückliche Beispiele benannt und aus der Sicht des Seelenforschers kurz umrissen werden: „Dexter“ und „Breaking Bad“.

Düstere Serienhelden #1: Dexter

Die US-amerikanische Kriminalserie „Dexter“ wurde mit begehrten Auszeichnungen wie beispielsweise dem „Emmy“ oder dem „Golden Globe“ regelrecht überhäuft. Und das mit gutem Grund. Denn Dexter Morgan, „Blut-Heini“ und „Laborratte“ im Miami-Metro Police Department, führt in seiner Freizeit den Bodensatz der Gesellschaft einer finalen Verurteilung zu. Konkreter gesagt: Er fesselt der offiziellen Justiz entwischte Schwerverbrecher mit Frischhaltefolie an seinen Tisch, verliest ihnen die Anklagepunkte, sticht sie anschließend mit einem respektablen Messer ab und versenkt die sterblichen Überreste in kompostierbaren Müllsäcken im offenen Meer. Selbstverständlich gerät Dexter Morgan mit diesem Nebenjob recht häufig in verzwickte Konflikte, sowohl hinsichtlich seines Broterwerbs als auch seiner Familie. Der rabenschwarze Humor, der in solchen blutspritzigen Situationen regelmäßig aufkommt, hat ein Millionenpublikum stolze 96 Folgen und acht Staffeln lang nachhaltig begeistert.

Dexter Morgan ist eine Figur, mit der sich jeder Mensch identifizieren kann, der selbst schon mal mit dem Gedanken an deftige Selbstjustiz gespielt hat. Wer hätte sich noch niemals gewünscht, einem kaltblütigen Mörder oder einem brutalen Vergewaltiger wesentlich mehr als das lasche deutsche Strafgesetz angedeihen zu lassen? Wer hätte noch nie die Faust in der Tasche geballt, wenn ein soziopathischer Straftäter wegen eines Formfehlers als freier Mann den Gerichtssaal verlassen kann? Dexter Morgan ist die vollendete Verkörperung all unserer ur-instinktiven Gerechtigkeitsgefühle und mithin eine Lichtgestalt in Rollenfach „Düstere Serienhelden“. Er greift sich kaltblütige Schwerverbrecher, deren Schuld zweifelsfrei nachgewiesen ist, konfrontiert sie ein letztes Mal mit ihren grauenhaften Taten, und macht deren missratenen Leben anschließend ein verdient gewaltsames Ende. Man möchte ihm, dem abgezockten Serienkiller, jedes Mal anerkennend auf die Schulter klopfen, wenn er die Gesellschaft Stück für Stück in Eigenkompetenz vom Abschaum befreit. Und so findet sich der still, aber gleichwohl frenetisch applaudierende Zuschauer plötzlich mit seinen eigenen psychischen Abgründen wohlig schauernd konfrontiert. Als Galleonsfigur für düstere Serienhelden wird Dexter Morgan zum perfekten Rache-Engel, der seinen televisionären „Mittätern“ immer auch einen erbarmungslosen Spiegel vorhält.

Düstere Serienhelden #2: Breaking Bad

Stellen Sie sich vor, Ihr Arzt würde Ihnen mitteilen, dass Sie an Lungenkrebs in weit fortgeschrittenem Stadium leiden, und dass Ihnen nicht mehr viel Zeit auf dieser Welt bleibt. Würden Sie sich dann in eine Ecke verkriechen und mit Ihrem unabwendbaren Schicksal hadern? Oder würden Sie die letzten Monate Ihres Lebens, gänzlich von gesellschaftlichen Konventionen befreit, auf einer kriminellen Überholspur verbringen? Der Chemielehrer Walter White wählt in der vielfach ausgezeichneten und hoch dekorierten Fernsehserie „Breaking Bad“ letzteren Weg in Richtung düstere Serienhelden, und setzt seine fundierten wissenschaftlichen Fachkenntnisse dazu ein, mit der Produktion und dem Verkauf von „Christal Meth“ eine Menge Geld zu scheffeln. Mit diesem Vermögen will er seiner hochschwangeren Ehefrau und seinem schwer behinderten Sohn eine solide Grundlage für ein finanziell sorgenfreies Leben nach seinem eigenen Ableben schaffen. Allerdings ist das raue Drogengeschäft nicht unbedingt die Kernkompetenz des bis dato eher beschaulich betulichen Chemielehrers. Und so stolpert der hustende Held als der Heisenberg für düstere Serienhelden von einer fatalen Situation in die andere, wobei neben reichlich Blut auch jede Menge an schwarzem Humor durch die Gegend spritzt.

Der Protagonist Walther White wird von jetzt auf gleich aus seiner zwar langweiligen, aber immerhin abgesicherten heilen Welt gerissen. Sein Tod naht mit Riesenschritten, und er kann nichts dagegen ausrichten. Diese fatale Gewissheit entfesselt in dem einstmals schlichten Gemüt ungeahnte kriminelle Energien und kreative Kräfte. Womit will man denn einem todkranken Mann auch noch drohen? Walter wirft sämtliche moralische Ketten ab, um in seinem neuen rechtsfreien Raum alles dafür zu tun, dass seine geliebte Familie nach seinem Ableben nicht unter der Brücke schlafen muss. Und damit trifft er mitten in die be- und gerührten Herzen seines riesigen TV-Publikums. Ein todkranker Mann, der sein gesamtes letztes Aufbäumen in den Dienst von Frau und Kindern stellt, und bei dem dieser Zweck jedes, wirklich jedes Mittel heiligt. Wer könnte sich nicht sofort in diese düstere Serienhelden Situation einfühlen? Mit 62 Folgen in fünf Staffeln ist dieses Konzept des Mitfühlens auf die harte Tour jedenfalls bestens aufgegangen. Und für den allgemein wenig beliebten Chemie-Unterricht haben düstere Serienhelden damit ganz nebenbei auch noch eine Lanze gebrochen.

Düstere Serienhelden: Fazit

Selbstjustiz und Selbsthilfe sind zwei tief verwurzelte Konzepte, die jedem von uns mit in die Wiege gelegt werden. Allerdings werden wir später leider allzu oft von gesellschaftlichen Verhaltensvorschriften und absurd ungerecht erscheinenden Gesetzen am tatkräftigen Ausleben dieser archaischen Anlagen gehindert. Dann brauchen wir zum innerpsychisch kompensierenden Ausgleich vogelfreie düstere Serienhelden wie Dexter Morgan oder wie Walter White, mit denen wir uns sofort und liebend gerne identifizieren. Weil diese vom Moralkorsett befreiten Männer im Dienste unseres gerechten und gerächten Seelenfriedens all das, was uns verboten bleibt, ungezügelt ausleben dürfen.

-Carina Collany-

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Demenz: Subjektives Gefühl als guter Prädiktor?

Demenz

Demenz

Die Vorstellung, von einer heimtückischen Krankheit mit Namen Demenz seiner kompletten Erinnerungen und damit seines ganzen Lebens grausam beraubt zu werden, ist schrecklich. Darum suchen Wissenschaftler in aller Welt sowohl nach möglichen Therapieansätzen, als auch nach einem verlässlichen Demenz Frühwarnsystem, das einer rechtzeitig einsetzenden Behandlung die besten Chancen auf Erfolg einräumt. Denn wenn die ersten Vergesslichkeiten, die ersten Gedächtnislücken und die ersten Konzentrationsstörungen am sich mental eintrübenden Horizont auftauchen, hat die Demenz ihr zerstörerisches Werk schon flächendeckend begonnen. Inzwischen hat ein französisches Forscherteam eine wertvolle Entdeckung gemacht, die einen völlig neuen diagnostischen Ansatz auf den Weg bringen könnte. Und das zu einem derart frühen Zeitpunkt im schleichenden Krankheitsverlauf, dass dies berechtigte Hoffnungen begründen könnte.

Die „befangene“ Gesundheitsbefindlichkeit als objektives Demenz Vorhersagekriterium

Ein ganzes Rudel französischer Koryphäen (siehe Quellennachweis am Ende dieses Beitrages) wollte die Frage beantworten, welche schon frühzeitig erkennbaren Marker den Facharzt für Neurologie oder den Facharzt für Psychiatrie schnellstens für die Verdachtsdiagnose Demenz hellhörig werden lassen sollten. Dabei wurde das Forscherteam auf einer Ebene fündig, die ebenso schlicht zu erheben ist, wie unproblematisch einfach abgefragt werden kann. Dazu müssen die Patienten nur dazu Stellung nehmen, wie sie selbst ihren eigenen Gesundheitszustand einstufen würden. Um das Sensationsergebnis hier schon mal kurz vorweg zu nehmen: Personen, die ihrer Gesundheit und ihrem Befinden habituell die Schulnoten „Vier minus“ oder gar „Fünf bis Sechs“ geben, tragen ein um verblüffende 70 Prozent erhöhtes Risiko, im Laufe der folgenden Jahre an Demenz zu erkranken. Eine Diagnose, an die im Moment der Befragung noch nicht mal ansatzweise zu denken war.

Demenz – Die Studie

Im Rahmen einer aufwendigen Langzeitstudie interviewte das französische Expertenteam die stolze Menge von 8.169 freiwilligen Testpersonen. Zu Beginn der Studie wurden die Probanden gebeten, sich selbst hinsichtlich des ihnen eigenen Gesundheitszustandes einzuordnen. In der Folge gingen sieben lange Jahre ins Land, in denen die Forscher immer mal wieder unaufdringlich nach dem Rechten sahen, und ihre statistischen Erhebungen vervollständigten. Es war zu konstatieren, dass von allen befragten Personen 618 im Verlauf der Studie eine Demenz entwickelten. Dabei wurden die folgenden Zusammenhänge offenbar:

  1. Diejenigen, die ihren Gesundheitszustand als gerade eben noch so ausreichend oder als ungenügend eingestuft hatten, waren von einer um 70 Prozent gesteigerten Erkrankungswahrscheinlichkeit für Demenz betroffen.
  2. Wer seine Gesundheit als ausreichend, aber eben auch nicht besser beschrieben hatte, trug immerhin noch ein um 34 Prozent gesteigertes Risiko.
  3. All jene, die mit ihrer Gesundheit so weit zufrieden waren, mussten kein gesteigertes Erkrankungsrisiko befürchten.

Wohl gemerkt: Als die Probanden ihre Gesundheit benoten sollten, waren die für Demenz typischen Frühsymptome komplett abwesend und überhaupt kein Thema. Erst Jahre später zeigten sich die fatalen Zusammenhänge. Das bedeutet, dass für einen Arzt die Tatsache, dass ein Patient sich selbst als „durch und durch schlecht zurecht“ beschreibt, ein sehr ernst zu nehmendes Alarmsignal in Sachen aufkommender kognitiver Hirnfunktionsstörungen sein sollte.

Demenz: Wo ist die Henne, wo das Ei?

Das kann man derzeit leider noch nicht sagen. Bewerten die betroffenen Menschen ihre Gesundheit schlecht, weil sie im tiefen Unterbewusstsein die Bedrohung ihrer geistigen Integrität schon herandämmern spüren? Oder kommt die Demenz einfach nur gerne zu den genuin Klagsamen? Das zu klären, wird weitere wissenschaftliche Kapazitäten beanspruchen.

-Carina Collany-

 

Wissenschaftliche Originalquelle:
C. Montlahuc, MSc, A. Soumaré, PhD, C. Dufouil, PhD, C. Berr, MD, PhD, J.-F. Dartigues, MD, PhD, M. Poncet, MD, C. Tzourio, MD, PhD and A. Alpérovitch, MD, MSc: Self-rated health and risk of incident dementia: A community-based elderly cohort, the 3C Study. Neurology, October 5, 2011 WNL.0b013e31823303e1

 

Hier geht es direkt zum Online Abstract.

„Er sucht Ihn“ auf der Kinoleinwand

Er sucht Ihn

Er sucht Ihn

Gute Kinofilme, die ohne heterosexuellen Herzschmerz und ohne „cherchez la femme“ auskommen, und die statt dessen „Er sucht Ihn“ zum attraktiven Thema haben, sind bedauerlich rar gesät. Da stechen empfehlenswerte Produktionen, die die Lust des Mannes am Manne in den Mittelpunkt stellen, immer angenehm heraus. Aus diesem Grunde sollen hier für alle Cineasten, die den ewigen Mann-Frau-Showdown auf der Kinoleinwand leid sind, wirklich sehenswerte Empfehlungen zum Genre „Er sucht Ihn“ gegeben werden, die erfrischend frei von prämenstruellen Syndromen und anderen ewig weiblichen Komplikationen daherkommen. Also, und das beileibe nicht nur für Männer: Vorhang auf, Film ab und gute Unterhaltung!

„Er sucht Ihn“ #1: Jeffrey

Kann Sex noch Spaß machen, wenn man(n) sich von jedem neuen Spielwiesengefährten einen ganzen Aktenordner voller Gesundheitszeugnisse und Aidstestergebnisse zeigen lassen muss, bevor man das Bett zum Beben bringt? Jeffrey (Steven Weber), ein ausgesprochen attraktiver, aber leider nur mäßig erfolgreicher Schauspieler, beantwortet diese Frage für sich persönlich mit einem klaren nein, und gelobt sich selbst konsequenter Weise, nie wieder Sex zu haben. Dumm nur, dass ihm wenig später in einer Muckibude der wahr gewordene erotische feuchte Traum seiner schlaflosen Nächte begegnet: Steve (Michael T. Weiss). Und noch dümmer, dass sich dieses anbetungswürdige Mannsbild gleich ganz ehrlich als Träger des HIV-Virus outet. Jetzt sitzt Jeffrey natürlich schwer in der Patsche. Hin- und her gerissen zwischen Liebe, Sehnsucht und Todesangst fährt er mit Steve auf einer Achterbahn der Gefühle, bei der durchaus auch schon mal ein Waggon entgleist. Hätten die beiden nicht in Sterling (Patrick Stewart) einen tollen Freund, der immer für eine kultivierte Idee gut ist, dann wäre das Happy End wirklich schwer gefährdet.

Dieser Film reißt mit, berührt, verführt. Selten lagen befreites Lachen und mitleidendes Schluchzen so nah beieinander. Und selten hat man den kahlköpfigen Captain der Enterprise TNG so fluffig knuffig oberpuffig erlebt. Dieser Film ist wahrhaft nicht nur für Star Trek Fans ein Muss.

„Er sucht Ihn“ #2: In & Out – Rosa wie die Liebe

Wie fühlt sich wohl ein angesehener und gesellschaftlich wohl situierter Lehrer, der in wenigen Tagen seine Dauerverlobte heiraten wird, wenn einer seiner Schüler im Fernsehen während einer allseits beachteten Filmpreisverleihung verkündet: „… und er ist schwul“? Auf jeden Fall ist Howard Brackett (Kevin Kline) erst mal komplett geplättet. Doch je verzweifelter er versucht, den Macho Man raushängen zu lassen, desto klarer wird ihm, dass an dem Gag irgendwie doch mehr als ein Fünkchen Wahrheit dran sein muss. Klarheit schafft hier letztendlich der auch vom anderen Ufer stammende Klatschreporter Peter Malloy (Tom Selleck), als er den leicht derangierten Howard mit einem leidenschaftlichen Kuss überrumpelt; ein Kuss, der übrigens im wahren Leben nur knapp in der Oscar-Kategorie „Bester Filmkuss“ an der begehrten Trophäe vorbeigeschrammt ist.

Natürlich kriegen sich die beiden am Ende. Doch der Weg zu diesem Bund fürs Leben ist so prall gefüllt mit lauten Schenkelklopfern und leiser Nachdenklichkeit, dass man hier nicht mit vielen Worten den Filmgenuss trüben sollte. Außerdem darf man(n) sich den ewig unwiderstehlichen „Magnum“ in seiner Rolle als verliebte Nervensäge einfach nicht entgehen lassen.

„Er sucht Ihn“: Mehr, mehr, mehr!

Aber gerne! Da gäbe es beispielsweise noch den pädagogisch wertvollen „Sommersturm“ (ein Junge entdeckt seine wahre sexuelle Orientierung), den warmen Western „Brokeback Mountain“ oder die fummelbunte Klamotte „The Birdcage“. Dem Streifen „But I’m a Cheerleader – Weil ich ein Mädchen bin“ wurde bereits im WUNDERBLOG ein eigenständiger Beitrag gewidmet. Eine ziemlich vollständige Liste von Filmen mit herrlich homosexuellen Inhalten kann übrigens auf Wikipedia studiert werden.

-Carina Collany-

Do It Yourself ist trendy

Do It Yourself

Do It Yourself

Die gute alte „Marke Eigenbau“ erlebt derzeit unter dem modernen Kürzel „DIY“ (Do It Yourself) eine trendige Renaissance. Egal, ob Wohnraumverschönerung, Heimkinogenuss oder Handarbeiten – jeder, der kann, legt heute selbst Hand an, und trägt somit seinen Teil zum selbst gemachten Do It Yourself Hype bei. Doch was ist mit jenen unglücklichen Besitzern zweier linker Hände, die nun mal nicht zum Heimwerker oder anderweitig bildenden oder gestaltenden Do It Yourself Künstler geboren sind? Müssen diese mit handwerklichem Ungeschick Gestraften auf den exklusiven Genuss des individuell Geschaffenen verzichten? Nein, das müssen sie zum Glück nicht. Denn wer sich seinen Strickpulli, seinen Rauputz oder seinen altdeutschen Käsekuchen eben nicht selbst anfertigen kann, der muss halt einfach nur einen anderen damit beauftragen. Selbstverständlich hat die Do It Yourself Szene dieses Win-Win-Potenzial zwischen erfahrenen Bastlern und ehrlichen Bittstellern schon längst erkannt und freundlich bedient. Und das nicht nur im Internet.

Bestrickende Beispiele für Do It Yourself

Ein sichtbar fachkundig selbstgestricktes Kleidungsstück oder wohlwollenes modisches Accessoire gehört heute zu jenen alternativen Statussymbolen, mit denen die neue „Generation Understatement“ visuelle Do It Yourself Duftmarken setzt. Wer gut und gerne häkeln, stricken oder filzen kann, ist hier eindeutig im Trendvorteil. Allerdings hat nicht jeder die Lust, die Zeit oder das Talent dazu, die Nadeln flink und fleißig fliegen zu lassen. In diesem Fall bieten sich mehrere interessante Lösungswege an:

  • In jedem guten Wollfachgeschäft gibt es immer eine Strickmeisterin, die für die praxisnahe Präsentation der verschiedenen Handarbeitsgarne in liebevoller und aufwändiger Einzelarbeit Musterstücke fabriziert. Diese Zauberinnen des Zwirns sind in aller Regel durchaus dazu geneigt, sich mit diskret erbetenen Auftragsarbeiten einen netten Stricklohn dazuzuverdienen. Natürlich ist das kein ganz preiswertes Vergnügen, denn die „Ghost-Strickerin“ wird immerhin einige Stündchen mit dem Klappern der Nadeln zubringen, und hochwertige Wolle ist auch nicht eben billig. Doch diese Investition lohnt sich allemal. Denn das bestechende Ergebnis wird auch die eingefleischteste Amateurstrickerin vor Neid erblassen und vor Woll-Lust wohlig erschauern lassen.
  • Wer keine Lust dazu hat, auf gut Glück in einer Wollstube anzufragen, der kann ganz offiziell die professionellen Dienste von Lohnstrickerinnen in Anspruch nehmen. Dazu einfach mal nach „Lohnstrickerei“ googeln und die Angebote prüfen.
  • Das Internet bietet inzwischen reichlich Plattformen an, auf denen sich Do It Yourself Produzenten und Interessenten ganz zwanglos suchen und finden können. Ein prominentes Beispiel ist dawanda.com, wo es immer ebenso liebevolle wie originelle Unikate zu entdecken und zu erstehen gibt. Übrigens durchaus nicht nur in Sachen Strickwaren.
  • Wohltätigkeitsbasare sind eine nahezu unerschöpfliche Fundgrube für ausgefallene Strickarbeiten oder andere originelle Heimtextilien, die das Herz von Homing-Fans schneller schlagen lassen. Denn hier wollen handarbeitsversierte Damen mit großen Herzen die schönen Ergebnisse aus ihren eigenen Näh- und Strickstuben für einen guten Zweck an den Mann und an die Frau bringen. Da lässt sich schon mal ein geradezu anbetungswürdiger und jedenfalls einzigartiger Do It Yourself Musterpullover für vergleichsweise kleines Geld ergattern. Oder ein Satz handgestrickter Socken, mit denen man sich auf jeden gemütlichen Winterabend freuen mag. Oder ein kuschelweicher Schal aus Mohairflauschgarn. Einfach mal lustvoll stöbern und staunen die Gunst der Stunde nutzen.

Beam me up!

Was für das Exempel des Strickens gilt, lässt sich auf fast jede andere Do It Yourself Domäne ebenso zwanglos anwenden. Denn beispielsweise auch im Bereich der Heimkinowelt gibt es technische Naturtalente, die sich ihren exklusiven Beamer lieber (und liebend gern) selbst customized anfertigen, und solche, die sich ein solches Pracht- und Prunkstück lieber anfertigen lassen. Grundsätzlich darf man sagen, dass alles, was selbst gemacht werden kann, auch irgendjemand irgendwo selbst macht. Und diesen Irgendjemand findet man fast zwangsläufig im Internet. Alleine das googeln nach „diy blog“ ergab heuer ungefähr 65.900.000 Ergebnisse in 0,67 Sekunden. Dabei bleiben von Mode bis Möbel keine Wünsche zum selber machen und zum selber machen lassen offen.

Do It Yourself Fazit

Von der Stange war gestern. Heute darf und soll es wieder individueller, persönlicher und exklusiver sein. Das kann man entweder selbst schaffen – oder sich an passender Adresse selbst beschaffen.

-Carina Collany-

Bundespräsident: Ein Amt zum Abschaffen?

Bundespräsident

Bundespräsident

Was macht man mit einem komplett demontierten Wolff mit „u“, der in seinem Schloss als gegangener Bundespräsident nur wenig mehr als verbrannte Ehre, pardon, verbrannte Erde hinterlassen hat? Man sucht, nolens volens, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin, die irgendwie den glaubhaften Eindruck vermitteln, für die nächsten fünf Jahre als Bundespräsident weder sich selbst noch ihr hohes Amt ad absurdum zu führen, oder der öffentlichen Lächerlichkeit preiszugeben. Allerdings sollte in diesem Spannungsfeld eine gänzlich andere Option nicht demokratisch undiskutiert bleiben: Die komplette Abschaffung des Bundespräsidentenamtes. Tatsächlich könnte Deutschland bestens auf diese absurd hoch dotierte und Steuergelder fatal vernichtende Position eines Quasi-Monarchen verzichten. Und das lässt sich auch bestens begründen. Professionelle Unternehmensberater würden jedenfalls uni sono und uneingeschränkt zustimmen, den Bundespräsident als nutzlosen Kostenfaktor und überflüssigen Frühstücksdirektor sofort ersatzlos zu streichen.

Was macht so ein Bundespräsident eigentlich den lieben langen Tag für sein vieles Geld?

Allen Wikiwissern ist es geläufig (oder zumindest problemlos nachlesbar), dass ein Bundespräsident im Wesentlichen nur zum Repräsentieren da ist. Das bedeutet konkret:

  • Er empfängt zu Jahresbeginn einen Haufen stark geschminkter Blagen, die sich kieksend für die heiligen drei Könige ausgeben.
  • Er empfängt außerdem eine Menge älterer Hochstapler, die sich irgendwie für gesellschaftlich oder politisch wichtig halten, und die viel zu viel teuren Sekt vertragen. Selbstverständlich alles auf Kosten der Steuerzahler.
  • Er mimt den großdeutschen Grüßaugust, wo und wann auch immer.

Hallo? Dafür haben andere Staaten ihre völlig zu recht verehrten Monarchen. Und das ist immerhin grundehrlich. Bevor sich der Deutsche also über jene Völker lustig macht, die sich für teuer Geld Könige und Kaiser halten, sollte er sich erst mal an die eigene Staatsnase fassen, solange im Schloss Bellevue noch irgendjemand seine hoffnungslos überdimensionierte (und ungerecht lebenslange) Apanage bezieht.

Ist da sonst gar nichts mehr?

Das fragt sich nicht nur V’ger (aus „Star Trek: The Motion Picture“), das fragen sich inzwischen auch immer mehr deutsche Steuerzahler. Und einmal mehr hilft uns Germanen Terranern das Wiki auf die Wissenssprünge. Denn der Bundespräsident, man lese und staune, hat urplötzlich dann etwas zu melden, wenn dem Bundeskanzler (eine wahrhaft feminine Form gab es leider noch nicht) das Vertrauen aberkannt wird, und sich in Folge dessen der Deutsche Bundestag auflösen muss. Dann darf auch der Bundespräsident endlich mal was sagen. Aber wann passiert das schon mal? Und selbst wenn es mal dazu kommen sollte – muss man sich für diesen lächerlich unwahrscheinlichen Etwafall von Staats wegen einen hoffnungslos überbezahlten und unterbeschäftigten Staatsdiener mit der lebenslangen Lizenz zum Luxusleben halten? Nein. Das muss man definitiv nicht.

Fazit

Stuttgart21 ist echt schlimm. Aber Bundespräsident ist noch schlimmer. Wann werden mündige Bürger endlich mal für die Abschaffung dieses Druckpostens hartnäckig protestieren?

– Carina Collany –

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